Seit über 30 Jahren Botschafterinnen im Zeichen des Teddys

5.650 Euro Reinerlös aus rund zehn Benefiz-Veranstaltungen des vergangenen Jahres – das ist die Bilanz des rund 20-köpfigen „Teams Aktion Teddybär“, das sich nach der Auflösung des Bürgervereins Kempener Feld nun dem Bürgerverein Inrath angeschlossen hat. Anlässlich der Übergabe ihrer Jahresspende hatten die engagierten Ehrenamtlerinnen um Beate Göbels und Ute Schrick Vertreter der „Aktion Teddybär“ nach Hüls zur fröhlichen Kaffeetafel eingeladen.

Bei Käse-Sahne-Torte, Erdbeerkuchen und Donauwellen kam man miteinander ins Gespräch über die Notwendigkeit ehrenamtlichen Engagements in der heute oftmals so unsozialen Zeit und das Ziel, sich auch in Zukunft für chronisch kranke Kinder einzusetzen, deren Schicksal oft im Verborgenen liegt. Die „Aktion Teddybär“ hat es seit ihrer Gründung vor genau 35 Jahren durch Aufklärungsarbeit und den Einsatz des damaligen Leiters der Kinderklinik, Professor Dr. Hermann Schulte-Wissermann, geschafft, die Bevölkerung immer wieder für das Thema zu sensibilisieren. Denn Kinder mit chronischen Erkrankungen und deren Familien leiden doppelt: Zum einen ist durch die Krankheit nur ein eingeschränktes Leben möglich, zum anderen drückt das psychische Leid auf die Seele aller Betroffenen.

Diese Tatsache und persönliche Schicksale, waren der Grund, weshalb sich im Jahr 1990 drei Damen aus dem Bürgerverein Kempener Feld im „Team Aktion Teddybär“ zusammenfanden, um seitdem unermüdlich Spenden zu sammeln – mittlerweile schon in zweiter Generation. „Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft immer wieder aufs Neue Unterstützung und Spendenbereitschaft erfahren“, betonen Beate Göbels und Ute Schrick, die bei den Spendern auch immer wieder großes Interesse an Hintergrundinfos zur „Aktion Teddybär“ feststellen. Die Frauen aus Inrath sind damit wichtige Botschafterinnen im Zeichen des Teddys.

Spenden für Spezialgeräte und Ablenkung vom Klinik-Alltag

„Auch durch Ihren jahrzehntelangen Einsatz konnten notwendige und teure Spezialgeräte für die verschiedensten Krankheitsbilder angeschafft werden. Wir haben davon aber auch Aktionen bezahlen können, die den jungen Patienten Abwechslung im Klinikalltag bescheren wie Musiknachmittage oder Besuche von Klinikclowns“, betonte Karsten Körner. Als 2. Vorsitzender des Fördervereins zugunsten krebskranker Kinder Krefeld e.V., unter dessen Dach die „Aktion Teddybär“ geführt wird, überreichte er den engagierten Ehrenamtlerinnen neue T-Shirts, während Kassenwart Stephan Kröll die Jahresspende in Empfang nehmen durfte. „Das ist das beste Ergebnis seit Bestehen unserer Aktion“, freute sich Ute Schrick, die regelmäßig mit 20 bis 30 Damen Benefizveranstaltungen organisiert, sich mit einem Stand an Festen beteiligt und den Reinerlös aus dem Verkauf von Selbstgenähtem, Selbstgebasteltem und Selbstgebackenem sammelt.

Zu den Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr zählen der Osterbasar im Haus Inrath, die Teilnahme bei „Inrath feiert“, das Kinderfest im Gartenbauverein Rosengarten, verschiedene Weihnachtsbasare und die alljährliche Fertigung vorbestellter Adventskränze, unter anderem für die Pathologie im Helios Klinikum Krefeld. Rund 100 Adventkränze und Gestecke werden auch dieses Jahr wieder im großen Hülser Wohnzimmer von Melanie Koch gefertigt und relativ preiswert verkauft. „Dies alles möglich, weil wir uns im Laufe der Jahre immer mehr Beziehungen aufbauen konnten, die uns für die Aktion Teddybär unterstützen“, betonen Beate Göbels und Ute Schrick.

Die nächste Aktion steht auch schon fest. Das „Team Aktion Teddybär“ des Bürgervereins Inrath beteiligt sich am 8. und 9. Juni mit einem Stand am Königsvogelschießen der Inrather Sportschützen und bei „Inrath feiert“ auf dem Festplatz Flünnertzdyk.